News / Fussball - 2 Bundesliga

Letzte Chance vergeben

gegen Rostock spielte 1860 lustlos - die Liste an nötigen Zugängen wird länger.
Die Idee war fein durchdacht allein das Ablenkungsmanöver konnte greifen. Zu vieles war vorgefallen bei diesem erstaunlich lustlosen 1 : 0 gegen Hansa Rostock, denn noch immer verdient denn Tabellenletzten der zweiten Liga, unzugänglich war der Fußball, den der TSV 1860 München gespielt hatte. Die Idee war, Daniel vor die Pressevertreter zu schicken. In der Hoffnung, wenigstens eine erfreuliche Sportgeschichte hervorzubringen an diesem Samstag, an dem sich 60 endgültig aus dem Rennen um den Aufstieg in die Erste Bundesliga verabschiedete. Es hätte eine Geschichte über den Rückkehrer Halfar gehen können, der in guter Verfassung so wichtig ist für das Spiel der Münchener, und der nach seiner mehr als fünfmonatigen Verletzungspause gegen Rostock erstmals wieder spielte, wenn auch nur 12 min. Doch weil Halfar erst 2 min auf dem Platz gestanden hatte als er mit ansehen musste, wie Rostocks Stürmer in der 80. Minute unverdienten Siegeinkünfte, und weil Halfar zudem ein ehrlicher Fußballer ist, wie fällt ihm nichts übrig, als das einzig wahre Thema anzusprechen: Wir haben katastrophal gespielt. Meine Rückkehr habe ich mir anders vorgestellt.

Was, ja was nur, was ist geschehen in dieser Partie gegen eine Mannschaft wie Rostock, die nur dreimal in dieser Saison gewonnen hatte, darunter nun mehr zwei Siege gegen 1860? Mir geht es wie den Zuschauern, befand der Trainer Rainer Maurer, ich bin entsetzt über diese Leistung, die ich mir so nicht hätte vorstellen können. Wir hatten zu viele Leistungsschwache Spieler auf dem Feld.

Es standen jedenfalls Hierakteurin auf dem selben Platz, die in der kommenden Zeitsohn nicht mehr in 60 spielen werden. Darunter ist Kevin Vorland und Stefan Aigner zwei Spieler, die freiwillig wechseln, außerdem Antonio Boca via, der derzeit ein lukrativere Angebot spekuliert, sowie Stefan Buck, der Linksverteidiger, dem Sportchef Florian Hinterberger neulich erst eröffnete, dass sich der Verein im Sommer von ihm trennen möchte. Vor allem Buck leitete vor seiner Auswechslung zu Beginn der zweiten Halbzeit ein buntes allerlei aus dem üblichen Fehlpässen und verlorenen Zweikämpfen, was zur Folge hatte, dass vielleicht auch Hinterberger der leise Verdacht besteht, dass einige seiner Angestellten gedanklich schon bei fremden Vereinen weilen könnten: ich kann nur vor das wir schauen, nicht dahinter, relativierte Hinterberger zwar, doch wenn das mit dem auslaufenden Verträgen zusammenhängen sollte, dann werde ich keine Profis. Jeder von ihnen ist bei uns angestellt bis Juni, es sollte selbstverständlich sein, dass sie sich bis dahin den Hintern aufreißen.

Mit einem Sieg wäre 1860 auf zwei Punkten herangerückt an Paderborn und Tabellenplatz fünf. Den Essen droht nun die anfänglich so erfreuliche Rückrunde noch zu kippen. Wir haben heute die Geschosse verpasst, eine Symbiose mit unseren Fans zu schaffen, sagte Hinterberger. Ohnehin waren nur noch 17.700 Zuschauer erschienen, die das schöne Spiel ihrer Mannschaft mit Pfiffen begleiteten. Sie protestierten auch, weil sie wussten: wenn 60 so weiter spielt, dann bleiben wir noch ewig in der zweiten Liga.

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