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China und immer wieder China

20 m hinter der Platte leuchtet der silberne Pokale. 20 m nur, aber es ist wie im Albtraum: wie sehr man sich auch bemüht und rennt, man kommt nicht heran. So geht es den Deutschen Tischtennismänner seit Jahren. Sie mühen sich und spielen am Limit, aber am Ende gehen die Chinesen einfach die 20 m hinüber und nehmen sich den Pokal. So war es auch am Sonntag. Zum dritten Mal binnen acht Jahren standen die deutschen im Endspiel um den WM Titel, zum dritten Mal verloren sie gegen China. Die vielen klaren deutschen Siege im Laufe der vergangenen Woche, die Topform der Spieler, der Enthusiasmus von 11.000 Zuschauern in der Westfalenhalle es hat alles nichts genutzt. China bleibt eine unbezwingbar macht. Das ist nach der null zu drei Niederlage binnen gut 2 h die bitterste Erkenntnis über die deutschen Männer. Und für die gesamte Tischtenniswelt.

 

Die Chinesen haben schon alles zeigen müssen, sagt Bundestrainer Jörg Ross Kopf und wehrte dies als Indiz für eine gute Leistung seiner Mannschaft: wir hatten in allen drei Spielen unsere kleinen schauten, aber diese Chancen muss man nutzen, um die Chinesen zu bezwingen. Dies sei eigentlich auch das einzige, womit man nicht zufrieden sein könne, fand Deutschlands Spitzenspieler Timo Boll, dass wir diese paar chancen nicht genutzt haben. Dabei waren die deutschen Hoffnungen bei dieser Heimweltmeisterschaft so groß Gewesen wie noch nie. Ich denke das die Chinesen vor diesem Spiel nicht so gut geschlafen haben wie all die Jahre zuvor, hatte Boll vor dem Spiel vermutet, und davon schienen im ersten Match auch tatsächlich etwas zu spüren zu sein. Boll bekam es im Einzel mit dem Weltmeister zu tun. Diesmal wurde es spannend. Boll verlor die ersten beiden Sätze, gewann die nächsten beiden und musste aber, als sie große Chance zum Sieg gekommen war, den fünften Durchgang sechs zu elf verloren geben. Immerhin: es war eng. Die Chinesen war sehr nervös, will Ross Kopf bemerkt haben.

 

Das erreichen des Endspiels ist uns diesmal nicht genug, hatte wenig wie vor dem Finale gesagt. Der gebürtige Ukraine Dimitrij Ovtcharov bekam es im zweiten Einzel mit dem Weltranglisten Ersten Ma Long zu tun. Er spielte gut mit, nach verlorenem ersten Satz führte er im zweiten neun zu 4-und Unterlagen noch neun zu elf solch eine Demütigung bricht eigentlich die Moral. Doch im dritten Satz verlor er nur elf zu 13. Ich bin trotzdem enttäuscht von meiner Leistung. Es ist einer der besten Chancen gegen China, die wir überhaupt bekommen können.

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