Wettrecht

Deutschland verdient Millionen an Steuern durch Sportwetten

Die Finanzämter haben im vergangenen Jahr allein von Juli bis Ende Dezember 80 Millionen EUR an Steuergelder von Buchmachern eingenommen, denn 5% ihres Einsatzes müssen Wettkonzerne versteueren.
Das Handelsblatt hat daraus errechnet, wieviel die Deutschen demzufolge für Sportwetten ausgegeben haben: mind. 3,2 Milliarden Euro.

Dieser Betrag ist allerdings nur ein Bruchteil dessen, was versteuert werden könnte! Der größte Anteil der Einnahmen wird auf Onlineportalen im Schwarzmarkt generiert. Goldmedia hat in einer Studie den gesamten Sportwettenmarkt 2010 auf 7 Milliarden Euro geschätzt.

Die Gesetzeslage in Deutschland ist nachwievor nicht einheitlich geregelt, da die Entscheidung hierüber Ländersache ist. Lediglich in Schleswig-Holstein dürfen Sportwettenanbieter offiziell aktiv sein. Schleswig-Holstein hat eine eigene Lösung angestrebt und diese bereits durchgeführt. In den restlichen Bundesländern läuft derzeit ein Auswahlverfahren für 20 Lizenzen. 90 Wettunternehmen haben sich beworben.

Insgesamt sehen die Wettkonzerne der Liberalisierung des Deutschen Glücksspielmarktes positiv gegebenüber. Allerdings wird der hohe Steuersatz von 5%n auf alle abgegebenen Wetteinsätze enorm kritisiert! Bwin Direktor Jörg Wacker zum Handelsblatt: "Das ist viel zu hoch, damit können wir nicht wirtschaftlich arbeiten". Ein praktikable Lösung wäre beispielsweise eine Besteuerung der Rohertrags von 20 Prozent.

 

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