Bin ich wettsüchtig?
Grundlagen

Bin ich wettsüchtig?

Als regelmäßiger Sportwetter muss man sich wahrscheinlich des Öfteren anhören, dass man spielsüchtig sei. Sei es nun im eigenen Freundeskreis oder unter den Arbeitskollegen. Doch so einfach ist das nicht. Nur weil man sich ausgiebig mit dem Thema Sportwetten befasst, heißt das noch lange nicht, süchtig zu sein. Solange dein Wettverhalten nicht zwanghaft ist, brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Doch wie erkenne ich nun, ob ich süchtig bin? Wichtig ist, sein eigenes Verhalten im Auge zu behalten. Doch von vorn – klären wir zuerst einmal die Frage:

Was genau ist eine Sportwetten-Sucht?

Die Sucht nach Sportwetten zeichnet vor allem das zwanghafte Abgeben von Wetten aus. Ob diese nun gewonnen oder verloren werden ist dem Wettsüchtigen schon egal geworden. Primär interessiert ihn der Kick, also das spezielle Gefühl, das er oder sie bekommt, wenn die Wette positioniert wird. Bist du an einem solchen Punkt erstmal angelangt, ist es schwer, aus purem Spaß, Sportveranstaltungen zu verflogen. Eine seelische Abhängigkeit vom Wetten ensteht! Das heißt, dein Körper oder vielmehr deine Psyche braucht die Wette um eine gewisse Situation zu genießen. Die Wette wird zum Ritual und hat nichts mehr mit Genuss oder Spaß am Spiel zu tun. Rituale, wie zum Beispiel eine alltägliche “Abend-Wette” sind unter anderem Merkmale einer möglichen Sucht. Hast du ein solches Ritual in deinem Leben? Dann ist es eventuell Zeit zu handeln.

Wie kann ich nun meine Sucht feststellen?

Die Frage nach der eigenen Spielsucht zu beantworten, kannst du alleine nur schwierig beantworten. Natürlich ist es nahezu unmöglich, das eigene Verhalten objektiv zu beurteilen. Daher haben wir hier einen kleinen Fragenkatalog zusammen gestellt, der dir helfen soll, deine eigene Situation zu beurteilen. Sei ehrlich zu dir!

Folgende Fragen sollten für sich selbst beantwortet werden:

  • 1. Kann ich nur mit Sportwetten Spaß an Sport-Übertragungen empfinden?
  • 2. Ist mir der Gewinn einer Wette egal und geht es bloß um das Wett-Gefühl?
  • 3. Habe ich bereits einmal Geld verspielt, welches nicht dafür gedacht war?
  • 4. Habe ich Probleme auf meiner Arbeit, aufgrund meiner Sportwetten?
  • 5. Vernachlässige ich meine sozialen Kontakte?

Erkennst du dich auch nur in einer der Fragen wieder, bist du schon auf dem besten Weg in die Spielsucht. Falls du mehr als nur eine Frage oder sogar alle mit “Ja” beantworten kannst, hast du definitiv ein Wettproblem und bist süchtig. Es besteht akuter Handlungsbedarf! Wende dich an Suchtberatungsstellen. Auch wenn es dir eventuell schwer fällt oder auch peinlich ist, professionelle Hilfe ist auf jeden Fall ratsam bei einem Spielproblem. Auf www.caritas.de findest du beispielsweise die Online-Beratung der Caritas. Gestehe auch deinen Vertaruten deine Sucht. Auch sie werden dir Helfen und schon bald wirst du deine Probleme hoffenltich in den Griff bekommen. Am besten ist allerdings, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Halte dich also auf jeden Fall an die oben beschrieben Regeln.

Der Markt für Online Wetten boomt, täglich schließen tausende Deutsche Sportwetten im Internet ab. Der Einstieg ins Wettgeschäft ist oft schnell vollbracht, zuerst setzt man kleine Beträge, schnell erhöhen sich die Einsätze und der erste Erfolg stellt sich ein. Doch wenn das Spielkonto dann das erste Mal leer ist, weil die letzten Wetten verloren wurden, besteht die Gefahr das verlorene Geld so schnell wie möglich zurückgewinnen zu wollen. Deshalb ist es wichtig bei Online Wetten nie die Kontrolle über das eigene Wettverhalten zu verlieren.

Wetten soll Spaß machen

Wetten sollte vor allem Spaß machen und nicht als mögliche Einnahmequelle angesehen werden. Achten Sie deswegen darauf, nüchtern und bedacht Online Wetten abzuschließen, statt sich allein von Emotionen und Stimmungen leiten zu lassen. Informieren Sie sich im Vorfeld genau über die Quoten, vergangene Ergebnisse und behalten Sie Ihr eigenes Wettverhalten im Auge. Dann steht Ihrem Wettvergnügen nichts mehr im Weg.

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