Grundlagen

Marge des Buchmachers: Definition und Berechnung

Grafik zur Berechnung der Buchmachermarge. Ein Mann sitz an einem Tisch und schreibt etwas auf ein Blatt Papier.

Wettquoten Allgemein und deren Berechnung

Was ist die Buchmachermarge:

Was versteht man eigentlich unter einer Buchmachermarge? Die Marge ist des Buchmachers Profit. Man könnte es mit dem Hausvorteil beim Roulette vergleichen. Die Marge ist dafür verantwortlich, dass der Buchmacher, egal wie das Wettereignis ausfällt, trotzdem Geld verdient.



Wie das geht, wird im Folgenden erklärt:



Gesetz den Fall es gibt ein Spiel mit zwei möglichen Ausgängen (Heimsieg & Auswärtssieg), deren Wahrscheinlichkeit jeweils 50% beträgt. Für dieses Spiel liegt die Quote des Buchmachers für beide Ausgänge bei 1.90. Eine Person wettet auf Heimsieg, eine andere auf Auswärtssieg. Einer von beiden wird die Wette gewinnen (+0.90), der andere wird sie verlieren (-1). Die Differenz beider Beträge ist das, was man als des Buchmachers Gewinn bezeichnet, die Buchmachermarge.

Addiert man alle implizierten Wahrscheinlichkeiten für die möglichen Wettausgänge eines Wettereignisses, erhält man die Buchmachermarge. Wettquoten lassen sich durch den Faktor 1 / x in Wahrscheinlichkeiten umrechnen. Beträgt die Wettquote 1.90, erhält man eine Wahrscheinlichkeit von 53 %. Da es zwei mögliche Spielausgänge gibt, mit jeweils der gleichen Quote ergibt sich folgende Rechnung:

1 / 1.90 + 1 / 1.90 = 0.5263 + 0.5263 = 1.053 = 105,3 %

Berechnung der Buchmachermarge

Wenn man also die Wahrscheinlichkeiten aller Wettquoten für ein bestimmtes Ereignis addiert, lässt sich herausfinden, wie groß die Marge des Buchmachers ist. Die Wettquoten sind umso besser, je näher das Ergebnis bei 100 % liegt.

Hierzu ein Beispiel:

 

HSV – Werder bei Wettanbieter I

 

-       HSV 2.15, Wahrscheinlichkeit: 1 / 2.15 = 46.51 %

-       Unentschieden: 3.30, Wahrscheinlichkeit: 1 / 3.30 = 30.3 %

-       Werder 3.80, Wahrscheinlichkeit: 1 / 3.80 = 26.3 %



Zählt man nun all diese Ergebniswerte zusammen, ergibt sich eine Wahrscheinlichkeit von 103.11 %. Die Differenz von 3.11 % zu 100% spiegelt die Marge des Buchmachers wieder.



HSV – Werder bei Wettanbieter II



-       HSV 2.10, Wahrscheinlichkeit: 1 / 2.10 = 47,6%

-       Unentschieden: 3.60, Wahrscheinlichkeit: 1 / 3.60 = 27.80%

-       Werder 3.30, Wahrscheinlichkeit: 1 / 3.30 = 30.3%



Zählt man nun diese Wettquoten zusammen, kommt man in der Summe auf 105.7 %. Das heißt die Marge des Buchmachers beträgt 5.7 %.

Die Marge des Wettanbieters II ist größer, was bedeutet, dass der Buchmacher hier mehr für sich einbehält. Somit fallen die Wettquoten beim Wettanbieter II niedriger aus.



Wettquoten lassen sich besser verstehen, wenn man sie als Wahrscheinlichkeiten wahrnimmt. Man sollte Wetten nur abschließen, wenn die Wahrscheinlichkeit für eine Wette vom Buchmacher zu niedrig eingeschätzt wird. Denn die Wettquote ist der relative Gewinn, den der Sportwetter erhält, sollte sein getipptes Ereignis eintreffen.

Zur allgemeinen Orientierung ist zu sagen: je höher die Wahrscheinlichkeit desto niedriger die Quote.


Buchmachermarge und Rückzahlungsquote:

 

Die Differenz zwischen 100 % und der addierten Zahl beschreibt die Buchmachermarge, also seinen Gewinn. Zieht man das obige Beispiel heran, dann ist die Marge des Buchhalters 5.3 %.

Um die Rückzahlungsquote zu errechnen, benutzt man ebenfalls die Formel 1 / x.

 

1 / 1.053 = 0.950 = 95%

 

Das bedeute, dass man von dem Wetteinsatz 95 % zurück erhält.


Was bedeutet die Buchmachermarge fürs Wetten?

Für jedes gegenwärtige Spiel gibt es eine objektive Einschätzung der Wahrscheinlichkeit für jeden möglichen Wettausgang. Des Buchmachers Kunst besteht nun darin, diese Wahrscheinlichkeit mit seiner Buchmachermarge abzudecken.



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