Die unterschiedlichen Quoten Formate: britische, europäische und amerikanische Quoten
Grundlagen

Die unterschiedlichen Quoten Formate: britische, europäische und amerikanische Quoten

Grafik für Quotenformate, zeigt Baseball

Quoten Formate: Deziamlquoten, Bruchquoten und britische Quoten

Quoten Formate

Auch bei den Quoten gibt es Unterscheidungen, die vor allem regional bedingt sind. Je nachdem in welchem Teil der Welt man sich befindet, gibt es drei geläufige Formate. So gibt es zum einen – wie im obigen Beispiel aufgezeigt – Quoten im Dezimalformat, zum anderen die Angabe als Bruch und darüber hinaus das US-Format, die sogenannten „Lines“, welches fast nur in Nordamerika genutzt wird.

Die einfachste und unkomplizierteste Variante der Quotendarstellung ist auf jeden Fall das europäische System in Form von Dezimalquoten. Denn im Gegensatz zu den amerikanischen „Money-Lines“ oder den britischen Bruchquoten, braucht man für die Berechnung der Auszahlungssumme bei dem europäischen System der Dezimalquoten keinen Taschenrechner zur Hilfe.



Britische Quoten

Vor allem bei den britischen Buchmachern gehören die Brüche zur Standardeinstellung. Diese Darstellung der Quoten in Brüchen nennt man „fractional odds“ (Fraktionelle Quote). Dennoch kann man heute bei fast allen englischen Buchmachern die Anzeige der Quoten auf Dezimal umstellen.

Aber auch man selbst kann die Umrechnung vornehmen. Hierzu ein Beispiel:

Die „Bruchwettquoten“, auch „UK-Quoten“ oder „britische Quoten“ findet man vor allem in England und Irland. Im Gegensatz zu dem EU-Format, welches in Dezimalzahlen ausgedrückt wird, zeigen die Bruchwettquoten den Reingewinn (Nettogewinn) an. Möchte man also den Gesamtgewinn erfahren, muss man den Einsatz dazu addieren. Die Bruchwettquoten verhalten sich wie die amerikanischen Wettquoten, beide beziehen sich auf den Nettogewinn.



Beispiel:

100 € (Einsatz) x (9/5) (Bruchquote) = 180 € (Nettogewinn)

180 € (Reingewinn) + 100 € (Einsatz) = 280 € (Bruttogewinn)

 

Die Bruchquote von 9/5 würde also einer europäischen Quote von 2,8 entsprechen.



Um ein besseres Verständnis für Bruchquoten zu bekommen, kann man sie auch so erklären: Bei einer UK-Quote von 9/5 müsste man 5 Einheiten einsetzen, um einen Nettogewinn von 9 Einheiten zu erzielen. Nehmen wir an, dass die 5 Einheiten einem Einsatz von 100 € entsprechen, so würde eine Einheit 20 € gleichkommen. Demnach entsprechen die 9 Einheiten Nettogewinn einen Betrag von 180 € (9 x 20 €). Wenn ich nun zu den 180 € Reingewinn 100 € Einsatz addiere, erhalte ich eine Gesamtauszahlung von 28 0€. Umgerechnet würde das der dezimalen EU-Quote 2,80 entsprechen.



Amerikanische Quoten

Mit den amerikanischen Quoten, auch „Lines“ genannt, kommt man als europäischer Sportwetter eigentlich nie in Kontakt. Sie unterscheiden sich in ihrer Darstellung extrem und sind ein wenig komplexer. Hier sind die Vorzeichen entscheidend. Die Amerikaner geben ihre Quoten mit einem Plus oder einem Minus vor der Zahl an.



Ein Minus zeigt einem, wie viel man einsetzen muss um 100 Dollar (oder andere Währung) zu gewinnen. Quoten mit einem negativen Vorzeichen signalisieren einem, dass die Dezimalquote kleiner als 2,0 ist.

Hierzu ein Beispiel:

- 120 $ = ein Reingewinn von 120 $ wird erzielt, wenn man 100 $ riskiert. D. h. mit 120 $ Einsatz erhält man eine Gesamtauszahlung (Einsatz + Nettogewinn) im Erfolgsfall von 220 $. Nimmt man jetzt den Bruttogewinn von 220 $ und dividiert ihn durch den Einsatz von 120 $ erhält man eine Dezimalquote von 1,83.

 

Ein Plus vor einer Zahl veranschaulicht dem Spieler, wie viel er mit einem Einsatz von 100 Dollar (oder andere Währung) erzielen kann.

Hierzu ein Beispiel:

+120 $ = man muss 120 $ riskieren, um einen Reingewinn von 100 $ zu erzielen.

Der Bruttogewinn für einen Einsatz von 100$  wäre hier 220 $. Dividiert man 220 $ durch den Wetteinsatz von 100 $ erhält man eine Dezimalquote von 2,2.



Das Platzieren einer Wette mit amerikanischen Quoten – Money Line

Unter Money Line (ML) versteht man den Sieger Markt bei Verwendung von amerikanischen Quoten. Es handelt sich hierbei um 2-Weg-Wetten , bei denen man auf den Sieger eines Spieles tippt (entweder gewinnt Team 1 oder Team 2). Die Punktdifferenz zwischen den beiden Mannschaften ist bei einer Money Line Wette egal. Hierbei geht es ausschließlich darum, dass das Team, auf das man gesetzt hat, auch das Spiel gewinnt.

Das ist auch ein Grund dafür, warum diese Art von Wette so populär ist, da die Gewinnchance hier bei 50  % liegt. Das Risiko zu verlieren wird also gemindert, was sich in den Quoten bemerkbar macht. Denn die Quoten fallen bei einer Money Line Wette geringer aus, was den Gewinn reduziert.

Wettet man dennoch auf eine 3-Weg-Wette (1X2) und es geht unentschieden aus, gibt es bei der ML immer eine Verlängerung, um einen Sieger zu bestimmen. Da es sich bei amerikanischen Sportspielen um Sportarten wie Hockey, Eishockey, Basketball, Tennis etc. handelt, bei denen es immer ein Gewinner und einen Verlierer gibt, werden diese Art von Wetten oft mit Amerika in Verbindung gebracht.

Derartige Sportwetten werden vor allem von vorsichtigen Spielern oder Anfängern gewählt, da man hier kein hohes Risiko hat.

Anders bei den Point Spread Wetten, bei denen man die genaue Punktzahl tippen muss. Das Verlustrisiko bei einer Point Spread Wette ist um einiges höher, da es zahlreiche Möglichkeiten bei der Punkteverteilung gibt. Folglich liegen die Gewinnchancen bei einer solchen Wette bei nur wenigen Prozent.



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